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“ Es ist sinnvoller mit den Augen die Tür zu finden, als mit dem Kopf gegen die Wand zu rennen.“ (Werner von Siemens)

Das ist eine sehr realistische Betrachtungsweise, insbesondere in Konflikt- und Krisensituationen, z.B. Kündigung, Karriereabbruch, Verlustumstände.

Wie oft rennen wir aber mit dem Kopf gegen die Wand, interessieren uns nicht für unsere Empfindungen, hören nicht auf andere und lassen andere Gedanken nicht zu, weil wir mit dem Rennen beschäftigt sind und fügen uns selbst zusätzliche Blessuren zu. Dabei übersehen wir die Türen.

Wir sollten unsere Intelligenzen nutzen. Unsere rationale und emotionale Intelligenz, um Resilienz auszuprägen.

  1. Es geht um Resilienz, d.h. unsere psychische Widerstandsfähigkeit, indem wir uns in einen belastbaren Geistes- und Gemütszustand versetzen und diesen auch aufrecht erhalten, gepaart mit einem gesunden Immunsystem.
  2. Es geht um den angemessenen Umgang mit für uns schwierigen Situationen. Dazu gehört eine realistische und ehrliche Einschätzung.
  3. Es geht um das Erkennen von Dimensionen und die Erweiterung unserer vorhandenen und bekannten Handlungsweisen.
  4. Es geht um das Wissen von „zu viel und „zu wenig“.
  5. Es geht um Alternativen und klare Entscheidungen.
  6. Es geht um deren Durchführung und Umsetzung.
  7. Es geht um freudige Erlebnisse, die uns selbst als selbstwirksam erleben lassen und die eigenen Energien aktivieren.

Ohne genau zu wissen, wo man hin will, verweilt man am Fleck und dreht sich langsam um die eigene Achse. Ein guter Ansatz zur Entspannung, um eine Auszeit zu nehmen und um Ruhe zu finden. Zum Thema Meditation & anderen Entspannungsverfahren werden Sie hier demnächst noch einiges lesen können.

Entspannung erleben wir dann, wenn wir vorher Anspannung erlebt haben. Ein andauernder Anspannungszustand, den wir als „zu viel“ erleben und negativ empfinden und bewerten, z. B. andauernde Streitigkeiten, Konflikte, berufliche, private und wirtschaftliche Negativveränderungen können sich in einer Stresssymptomatik äußern, mit der Folge psychosomatischer Ausprägungen, wie z. B. Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Denkblockaden, Dysfunktionen des vegativen Nervensystems bis hin zum „Burnout“.

Ein „zu viel“ kann auch Langeweile sein, Nichts Tun zu müssen oder ein „zu viel“ an sinnentleerter Tätigkeit.

Häufig handelt es sich auch nicht um eine Singulärsituation, die aus der Bahn wirft, sondern um eine Anhäufung ungünstiger Umstände für den Betroffenen, die den ungünstigen Anspannungszustand begünstigt. Es fehlt dann häufig nur noch an einer bestimmten Auslösersituation, die die Belastbarkeit auf Null reduziert.

Wenn wir wissen, wo wir stehen – „Augen-auf-Prinzip“ und wohin wir wollen – „Tür-Prinzip“ dann können wir aus dem gesundheitsgefährdenden Zustand des Geistes und Gemütes mit all seinen möglichen negativen Folgewirkungen aussteigen.

Strategie und Planung ist eine Vorgehensweise, die uns hilft systematisch, strukturiert und kontrolliert unsere Ziele zu erreichen.

Ich bin auch ein Freund davon „Planung“ durch „achtsame & aufmerksame Vorbereitung“ zu ersetzen. Mit „Planung“ können aber meine Klienten durchaus mehr anfangen.

Ein entspanntes Gedankenexperiment.

Denken Sie doch einmal an Ihren nächsten Urlaub…

Wohin will ich fahren? Warum will ich dahin fahren? Mit wem will ich fahren? Mit wem will ich nicht fahren? Will ich dorthin fahren, segeln, fliegen..? Was will ich dort genau machen? Was kostet der Urlaub…

Diese Fragen und viele weitere stellen wir uns und entscheiden. Wir bedenken die Konsequenzen und wägen ab.

Diesen gedanklichen Prozess durchlaufen wir oft rasend schnell, wenn wir oft im Urlaub waren. Die einzelnen Fragen stellen wir uns nicht mehr bewusst, unsere Antworten laufen häufig unbewusst ab und münden in entsprechenden Entscheidungen und Verhaltensweisen.

Die Vorgehensweise ist uns so bekannt und verankert, das wir sie automatisch anwenden. Diese bekannte Vorgehensweise können wir aber verwenden, um in schwierigen Situationen, die uns nicht bekannt sind, die Unsicherheiten erzeugen und möglicherweise unsere Gesundheit gefährden, wieder die Kontrolle zu erlangen und systematisch unsere Ziele zu erreichen.

Denn ,“wenn ich nicht weiß, wo ich stehe und wohin ich will, dann brauch ich mich nicht zu wundern, wenn ich ganz woanders ankomme.“

Lesen Sie auch  „Neuorientierung“ vom „Drama zur Dramaturgie“.

„Be aware of your present, it has power over your future.“